Kurznachrichten aus unserer Imkerei

Stand im Botanischen Garten in Krefeld

Sonntag, 28. August 2016 10:05   

Heute, am 28.8.2016, stehen wir mit unserem Honigstand als “Beiprogramm” von 13 Uhr bis 17 Uhr im Botanischen Garten Krefeld. [mehr…]

Unsere Königinnenzucht 2011 - etliche Ableger wurden buckelbrütig, 5.0 out of 5 based on 1 rating
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Unsere Königinnenzucht 2011 – etliche Ableger wurden buckelbrütig

Wie wir unsere eigenen Königinnen züchten, habe ich ja schon letztes Jahr in den Artikeln:

Königinnenzucht (Teil 1)- Es geht los

Königinnenzucht (Teil 2) – Verschulen der Weiselzellen

Königinnenzucht (Teil 3) – Verwerten der Königinnen

beschrieben. Genauso haben wir es natürlich auch dieses Jahr gemacht.

Zuerst sah auch alles sehr erfolgversprechend aus: Von 15 Larven haben die Bienen 13 angenommen und Weiselzellen angezogen. Die wurden wie gehabt in unsere 3-Waben-Ablegerkästen verschult und zur Begattung aufgestellt.

Alle 13 Jungköniginnen sind planmäßig geschlüpft. Sie hatten allerbestes Wetter für Ihren Begattungsflug (Temperaturen über 20°C und Dauer-Sonne). Trotzdem ist nur ca. die Hälfte von Ihnen zurückgekommen und in Eilage gegangen. Die Anderen sind anscheinend auf dem Begattungsflug verschollen. Was da passiert ist? Ich weiß es nicht!

Buckelbrut

Buckelbrut

Beim Öffnen der Ableger zeigte sich häufig folgendes Bild: Mehrere Eier in einer Zelle, oft auch nicht auf dem Zellboden sondern am Rand abgelegt. Hier sind Arbeiterinnen, sogenannte Afterweiseln oder Drohnenmütterchen am Werk. Fehlt in einem Bienenvolk die Königinnen und es gibt auch keine jüngsten Larven aus denen die Arbeiterinnen eine Königin “nachschaffen” können, fangen nach einiger Zeit einzelne Arbeiterinnen an Eier zu legen.

Dies ist der letzte verzweifelte Versuch, das Bienenvolk doch noch zu erhalten. Da Arbeiterinnen natürlich nur unbegattete Eier legen können aus denen ausschließlich Drohnen werden, ist diese Verzweiflungstat eigentlich sinnlos.

Solche Völker ohne Königin, aber mit eierlegenden Arbeiterinnen nennt man buckelbrütig, weil nach dem Verdeckeln der Zellen überall auf den Waben (buckelige) Drohenenbrut zu finden ist. Ihnen eine Königin zuzusetzen ist meistens aussichtslos. Am besten man löst sie in einiger Entfernung vom Bienenstand auf. Die eierlegenden Arbeiterinnen können nicht oder nur schlecht fliegen, die anderen betteln sich beim Nachbarvolk ein und machen sich dort noch nützlich.

Also habe ich diese Jahr etliche misslungene Ableger abgefegt und eine neue (kleinere) Zuchtserie angesetzt. Shit happens. Beim nächsten Mal klappt es bestimmt wieder besser :-).

Unsere Königinnenzucht 2011 - etliche Ableger wurden buckelbrütig, 5.0 out of 5 based on 1 rating
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Datum: Dienstag, 21. Juni 2011 13:00
Themengebiet: Aktuelle Arbeiten Imkerei

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4 Kommentare

  1. 1

    Sehr interessant: ich beobachte das bei einer Abstammung das 2.Jahr in Folge. Es handelt sich um 10 gekaufte unbegattete Königinnen. In diesem Jahr konnte ich glücklicherweise zur gleichen Zeit 2 x 10 Vergleichsköniginnen von anderen Anbietern erhalten. Aus diesen hatte ich 18 normal begattete Königinnen bekommen… Von dem Anbieter wollte ich keine Königinnen mehr beziehen -

    [Antwort]

    brigitta Antwort vom 21. Juni 2011 22:19:

    Hallo Udo,
    also bei uns waren es 15 Zuchtlarven von einem Buckfastzüchter. (Ich wollte/will unserer Wald- und Wiesenmischung ein bisschen mehr Schwarmträgheit und Wabenstetigkeit “beibringen”.) Ich weiß aber nicht, was da passiert ist. Suche im Moment noch den Fehler bei mir, komme aber nicht darauf, was es gewesen sein könnte, weil wir mit dieser Methode in den Jahren davor eine (fast) 100%ige Begattungsquote hatten. Na ja, mal sehen wie es jetzt mit der 2. Serie klappt. VG Brigitta

    [Antwort]

  2. 2

    […] geklappt, weil die Hälfte der Jungköniginnen nicht vom Begattungsflug zurückkam (davon habe ich hier berichtet). Trotzdem haben wir noch genügend Jungvölker aufgebaut, die den Fortbestand unserer […]

  3. 3

    There also exists a tiny garden that houses baby turtles in their small lake.
    You can see the attractive sights here, sip excellent Spanish wine, and listen to the Spanish guitar when you taste some delicious Spanish food.
    Since alluvium is incredibly soft, it erodes in an extremely short time or might be quickly covered
    over by new deposits, thereby quickly hiding evidence
    of earthquake fault lines.

    [Antwort]

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