Kurznachrichten aus unserer Imkerei

Stand im Botanischen Garten in Krefeld

Sonntag, 28. August 2016 10:05   

Heute, am 28.8.2016, stehen wir mit unserem Honigstand als “Beiprogramm” von 13 Uhr bis 17 Uhr im Botanischen Garten Krefeld. [mehr…]

Unsere Wabenhonig-Produktion, 4.1 out of 5 based on 11 ratings
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Unsere Wabenhonig-Produktion

Na ja, produziert haben den Wabenhonig natürlich unsere Bienen – die können das viel besser als wir. Wir ernten ihn “nur”. Da unsere Kunden immer sehr viele Fragen haben, versuche ich hier mal alles Wissenswerte rund um den Wabenhonig zu erklären.

Dieses Jahr konnten wir leider – aufgrund des zu kühlen und regnerischen Wetters – im Frühjahr keinen Wabenhonig ernten. Bei der Sommerhonigernte sah das schon viel besser aus :-) und endlich füllte sich unser Lager auch wieder mit Wabenhonig.

Naturwabenbau
Unseren Wabenhonig bauen die Bienen im Naturwabenbau, d.h. sie müssen die gesamte Wabe selber bauen und bekommen keine Mittelwand als Vorgabe. Vorteil: Beim Essen stört keine dicke Mittelwand und auch die Rückstandsproblematik ist kein Thema. Nachteil: Es kommt schon mal zu sogenanntem Wildbau, die Bienen bauen um die Ecke oder die Waben aneinander. Das stört aber nur den Imker; der muss das alles wieder “richten”.

Veränderte Betriebsweise
Natürlich muß der Imker seine Betriebsweise bei der Wabenhonig-Produktion anpassen. Wichtig ist es hier, die Bienen etwas enger zu halten, also nicht zu viele Honigräume gleichzeitig aufzusetzen. Haben die Bienen zu viel Platz werden sie auch schon mal dazu verleitet, den Honig über den gesamten Raum zu verteilen, statt eine Wabe voll zu machen und dann zu verdeckeln. Das dauert bei Wabenhonig dann ewig, bis man ernten kann. Hält man die Bienen jedoch zu eng, fördert man den Schwarmtrieb, die Bienen ziehen noch etwas schneller aus, als sie geplant haben ;-). Also ein Balanceakt, der auch etwas mehr Arbeit macht, als die “normale” Honigproduktion.

Wabenhonigernte
Geerntet wird der Wabenhonig, wenn er reif und verdeckelt ist, also genauso wie beim “normalen” Honig. Schleuderhonig kann allerdings auch geerntet werden, wenn der Honig zwar reif ist (Wassergehalt <18%), aber die Bienen noch nicht verdeckelt haben, z.B. weil die Honigzelle noch nicht voll ist. Beim Wabenhonig wartet man dagegen auf die Verdeckelung, man will schließlich volle Zellen. Nach der Ernte wird das Wabenhonigstück dann aus dem Rähmchen geschnitten und sofort in eine Kunststoffschale verpackt.

Sorten
Unsere Wabenhonige sind Mischhonige, d.h. die Bienen haben hier Nektar von verschiedenen Blüten gesammelt und zu köstlichem Wabenhonig verarbeitet. Wabenhonig, im Frühjahr geerntet, ist generell etwas heller und milder mit z.B. Obstblüte und Löwenzahn. Im Sommer geernteter Wabenhonig ist dunkler und herzhafter und enthält bei uns auch relativ viel Lindenhonig.

Lagerung
Wir lagern unseren Wabenhonig in der Gefriertruhe bei -18°C. Durch die niedrige Temperatur verzögert sich die Kristallisation und der Honig ist über das ganze Jahr bis zur nächsten Ernte flüssig. Würde man ihn bei Raumtemperatur lagern, bleibt er noch ca. 6-8 Wochen flüssig und beginnt dann zu kristallisieren. Das ist allerdings reine Geschmackssache. Die Kristallisation des Honigs ist ein natürlicher Prozess und es gibt auch Liebhaber von kristallisiertem Wabenhonig.

Stört einen die Kristallisation nicht, kann man Wabenhonig genauso wie “normalen” Honig lagern. Also trocken, kühl und lichtgeschützt. Dabei ist trocken am wichtigsten, der Honig darf nicht die Gelegenheit haben, Wasser zu ziehen. Dann würde er tatsächlich anfangen zu gären und zu verderben. Kühl würde optimalerweise ca. 14-16°C bedeuten, aber auch unter 20°C sind die Lagerbedingungen noch gut. Kurzzeitig höhere Temperaturen sind nicht ganz so schlimm. Nur längere Wärmeeinwirkungen über 30° C setzten die Enzymaktivität des Honigs auf Dauer dann deutlich herab.

Ein trockener Keller wäre also relativ optimal für die Lagerung von Honig (vorausgesetzt man stört sich nicht am natürlichen Kristallisationsverhalten). Will man den Wabenhonig aber auf jeden Fall flüssig genießen, sollte man ihn im Gefrierschrank lagern.

Genuß
Wabenhonig kann in kleinen Stücken – wie süßes Kaugummi – gegessen werden. Oder man scnneidet ihn in dünnen Scheiben aufs Brot.

Das Bienenwachs kann mitgegessen werden, wer das nicht mag, spuckt es einfach aus. Durch die fehlende Mittelwand, ist das Wachs hauchdünn und wird nicht als störend empfunden.

Wabenhonig: Das Beste aus dem Bienenvolk, naturbelassen und köstlich.

Unsere Wabenhonig-Produktion, 4.1 out of 5 based on 11 ratings
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Wertung: 4.1/5 (11 Bewertungen)
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Datum: Donnerstag, 20. September 2012 13:55
Themengebiet: Honig und Wabenhonig

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5 Kommentare

  1. 1

    Interessant und lecker. Ich nasche ja auch gern mal aus der Wabe inkl. Wachs, aber ein Stück Wabenhonig würde ich mir wohl nicht kaufen, weil im Grunde ist und bleibt es ja Honig.
    Gibts da bei euch viele Interessenten?
    Sehr schön und liebevoll gemacht. :)
    Liebe Grüße,
    Maja

    [Antwort]

    brigitta Antwort vom 23. September 2012 12:03:

    Hallo Maja,
    ja ist eigentlich alles Honig. Aber irgendwie schmeckt es trotzdem unterschiedlich. Intensiver würde ich sagen, kann es aber nicht genau beschreiben.
    Die Interessenten sind nicht ganz so zahlreich. Aber es werden nach und nach mehr. Wir haben nur so ca. 40kg Wabenhonig, das meiste versenden wir. Hier vor Ort ist die Nachfrage gering. Manche kennen es aus ihrem Heimatland, andere haben es im Urlaub kennengelernt. Liebe Grüße, Brigitta

    [Antwort]

  2. 2

    50.stuk wabing honing kopen
    wat is priejs

    [Antwort]

  3. 3

    Hallo,
    das ist interessant.
    Wie komme ich an die abgebildete Schalen?
    Danke.
    Alex

    [Antwort]

    brigitta Antwort vom 29. Dezember 2012 23:22:

    Diese Schalen gibt es bei http://www.pack2go.de. VG Brigitta

    [Antwort]

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