Räuberei im Bienenvolk
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Aufgefallen sind mir als erstes kämpfende Bienen am Flugloch. Ein weiteres typisches Anzeichen sind die vielen schwarzen Bienen, die bei den Kämpfen ganz oder teilweise ihr Haarkleid verlieren. Wenn dann auch noch Wespen zu sehen sind, die zum Flugloch rein und raus spazieren ist die Diagnose klar: Dieses Bienenvolk wird beraubt.
Eine alte Imkerweisheit – die auch immer wieder gerne zitiert wird – lautet: Jeder Räuberei geht eine Eselei (des Imkers) voraus.
Um einer Räuberei vorzubeugen sollte man immer folgende Punkte beherzigen:
- Die Bienenvölker nicht hungern lassen.
- Keinen Honig und kein Futter verkleckern.
- NIEMALS Waben/Futtergeschirre etc. mit Futter- oder Honigresten für Bienen frei zugänglich aufbewahren.
- Im Spätsommer die Fluglöcher der Volksstärke anpassen und schwache Völker rechtzeitig einengen.
- Sehr schwache und kranke Einheiten sofort auflösen.
Und was war in diesem Fall die Eselei? Ich hatte nicht rechtzeitig bemerkt, das ein ehemals starkes Wirtschaftsvolk, durch die Varroamilbe und die daraus resultierenden Brutschäden so stark geschwächt wurde, dass es sein Flugloch nicht mehr verteidigen konnte und leichte Beute für die Räuber wurde
.
Die Natur ist da nicht zimperlich. Was wahrscheinlich sowieso nicht den Winter überlebt, wird von anderen Bienen und Wespen “erledigt” und die noch vorhandenen Ressourcen werden genutzt, um die Überlebensfähigkeit Anderer zu stärken. Besser wäre es aber gewesen, ich hätte das Volk rechtzeitig aufgelöst
.











Donnerstag, 18. August 2011 11:50
Ich habe mir erlaubt, diesen Artikel in meine aktuellen Leseempfehlungen aufzunehmen. Freue mich schon auf die kommenden Artikel. http://chaosgarten.blogspot.com/2011/08/leseempfehlungen-4-honigraub.html
[Antwort]
brigitta Antwort vom 18. August 2011 12:06:
Danke
, freue mich auf neue Leser. VG Brigitta
[Antwort]
Donnerstag, 18. August 2011 12:10
Ohje, jetzt also auch bei Dir
Wie gut, daß Du die Möglichkeit hast, das Volk einem anderen dazuzugeben, so daß da nicht gleich Alles verloren ist
Für uns ist das allerdings höchst interessant, sehen Deine Bilder doch noch viel schlimmer aus als das, was wir in unserem Volk beobachten konnten, als wir räubernde Bienen drin hatten. Auch sehe ich nun zum ersten Ml im Bild, wovon ich vorher nur gelesen habe: dunkle, weil ihrer Filzbinden durch Kämpfe beraubte, glänzende Räuberbienen – auch die hatten wir so heftig nicht- was allerdings auch bedeuten mag, daß unsere sich nicht so doll gewehrt hatten.
Viel Glück beim “nicht- weiter-eseln”
und danke für eine wiedermal anschaulich-lehrreiche Hilfe für uns greenhorns
[Antwort]
brigitta Antwort vom 21. August 2011 20:15:
Hallo Fjonka,
. Von dem beraubten Volk, sind nur noch ganz wenige Bienen über geblieben, die sich noch beim Nachbarn eingebettelt haben. Hier hätte nur eine mindestens 4 Wochen frühere Varroabehandlung etwas genutzt. Dann wäre es gar nicht erst so weit gekommen. VG Brigitta
also siehst Du, auch wenn man schon länger imkert, geht immer wieder was schief
[Antwort]
Sonntag, 11. September 2011 21:09
Habe vermutlich aus gleichem Grund 2 Völker verloren. Die Milbe leider etwas ignoriert, die Wespen (dieses Jahr unglaublcih starkr Populationen) vermulich durch das Futter angelockt. Das tat heute weh. Zwei Völker, so gut wie leer, von jetzt auf gleich. Die Restbienen sahen echt übel zugerichtet aus. Ich hoffe die restlichen Völker bringe ich durch.
Bin ein Greenhorn – aber das musste nicht sein.
[Antwort]
brigitta Antwort vom 12. September 2011 09:57:
Hallo Christian,
passiert aber immer mal wieder. Auch bei “Nicht-Greenhorns”. Wenn es Dir ein Trost ist. Ich selber tröste mich damit, dass die Völker, die übrig bleiben wieder ein bisschen weiter auf dem Weg zur Varroatoleranz sind. VG Brigitta
[Antwort]