Kurznachrichten aus unserer Imkerei

Stand im Botanischen Garten in Krefeld

Sonntag, 28. August 2016 10:05   

Heute, am 28.8.2016, stehen wir mit unserem Honigstand als “Beiprogramm” von 13 Uhr bis 17 Uhr im Botanischen Garten Krefeld. [mehr…]

Räuberei im Bienenvolk, 3.0 out of 5 based on 2 ratings
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Räuberei im Bienenvolk

Aufgefallen sind mir als erstes kämpfende Bienen am Flugloch. Ein weiteres typisches Anzeichen sind die vielen schwarzen Bienen, die bei den Kämpfen ganz oder teilweise ihr Haarkleid verlieren. Wenn dann auch noch Wespen zu sehen sind, die zum Flugloch rein und raus spazieren ist die Diagnose klar: Dieses Bienenvolk wird beraubt.

Eine alte Imkerweisheit – die auch immer wieder gerne zitiert wird – lautet: Jeder Räuberei geht eine Eselei (des Imkers) voraus.

Um einer Räuberei vorzubeugen sollte man immer folgende Punkte beherzigen:

– Die Bienenvölker nicht hungern lassen.

– Keinen Honig und kein Futter verkleckern.

– NIEMALS Waben/Futtergeschirre etc. mit Futter- oder Honigresten für Bienen frei zugänglich aufbewahren.

– Im Spätsommer die Fluglöcher der Volksstärke anpassen und schwache Völker rechtzeitig einengen.

– Sehr schwache und kranke Einheiten sofort auflösen.

Und was war in diesem Fall die Eselei? Ich hatte nicht rechtzeitig bemerkt, das ein ehemals starkes Wirtschaftsvolk, durch die Varroamilbe und die daraus resultierenden Brutschäden so stark geschwächt wurde, dass es sein Flugloch nicht mehr verteidigen konnte und leichte Beute für die Räuber wurde :-(.

Die Natur ist da nicht zimperlich. Was wahrscheinlich sowieso nicht den Winter überlebt, wird von anderen Bienen und Wespen “erledigt” und die noch vorhandenen Ressourcen werden genutzt, um die Überlebensfähigkeit Anderer zu stärken. Besser wäre es aber gewesen, ich hätte das Volk rechtzeitig aufgelöst :-(.

Räuberei im Bienenvolk, 3.0 out of 5 based on 2 ratings
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Datum: Dienstag, 16. August 2011 12:00
Themengebiet: Aktuelle Arbeiten Imkerei

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8 Kommentare

  1. 1

    Ich habe mir erlaubt, diesen Artikel in meine aktuellen Leseempfehlungen aufzunehmen. Freue mich schon auf die kommenden Artikel. http://chaosgarten.blogspot.com/2011/08/leseempfehlungen-4-honigraub.html

    [Antwort]

    brigitta Antwort vom 18. August 2011 12:06:

    Danke :-), freue mich auf neue Leser. VG Brigitta

    [Antwort]

  2. 2

    Ohje, jetzt also auch bei Dir :-( Wie gut, daß Du die Möglichkeit hast, das Volk einem anderen dazuzugeben, so daß da nicht gleich Alles verloren ist
    Für uns ist das allerdings höchst interessant, sehen Deine Bilder doch noch viel schlimmer aus als das, was wir in unserem Volk beobachten konnten, als wir räubernde Bienen drin hatten. Auch sehe ich nun zum ersten Ml im Bild, wovon ich vorher nur gelesen habe: dunkle, weil ihrer Filzbinden durch Kämpfe beraubte, glänzende Räuberbienen – auch die hatten wir so heftig nicht- was allerdings auch bedeuten mag, daß unsere sich nicht so doll gewehrt hatten.
    Viel Glück beim “nicht- weiter-eseln” ;-)
    und danke für eine wiedermal anschaulich-lehrreiche Hilfe für uns greenhorns

    [Antwort]

    brigitta Antwort vom 21. August 2011 20:15:

    Hallo Fjonka,
    also siehst Du, auch wenn man schon länger imkert, geht immer wieder was schief :-(. Von dem beraubten Volk, sind nur noch ganz wenige Bienen über geblieben, die sich noch beim Nachbarn eingebettelt haben. Hier hätte nur eine mindestens 4 Wochen frühere Varroabehandlung etwas genutzt. Dann wäre es gar nicht erst so weit gekommen. VG Brigitta

    [Antwort]

  3. 3

    Habe vermutlich aus gleichem Grund 2 Völker verloren. Die Milbe leider etwas ignoriert, die Wespen (dieses Jahr unglaublcih starkr Populationen) vermulich durch das Futter angelockt. Das tat heute weh. Zwei Völker, so gut wie leer, von jetzt auf gleich. Die Restbienen sahen echt übel zugerichtet aus. Ich hoffe die restlichen Völker bringe ich durch.
    Bin ein Greenhorn – aber das musste nicht sein.

    [Antwort]

    brigitta Antwort vom 12. September 2011 09:57:

    Hallo Christian,
    passiert aber immer mal wieder. Auch bei “Nicht-Greenhorns”. Wenn es Dir ein Trost ist. Ich selber tröste mich damit, dass die Völker, die übrig bleiben wieder ein bisschen weiter auf dem Weg zur Varroatoleranz sind. VG Brigitta

    [Antwort]

  4. 4

    Gestern haben wir unsere erste Räuberei erlebt. Jeder Räuberei geht eine Eselei (des Imkers) voraus. Aber wenn man mit anderen Leuten imkert, wer ist schuldig? ;)

    Am Samstag hat ein Mitglied des Projekts eine frische geschleuderte Honigwabe in den Wagen in der nähe der Bienenkisten gelegt. Am Abend K. und ich sind zufällig vorbei gelaufen und haben den Wagen voll mit Bienen gefunden. Wir haben alles richtig eingepackt und fertig.

    Gestern (Dienstag) waren wir wieder am Bienenstand, um unseren Ableger abzuholen. Wir haben reingeschaut, um sicher zu sein, dass die Brut da war und wir haben sofort bemerkt, dass das Volk ein bisschen schwach aussah. Wir haben erst gedacht, dass der Ableger noch nicht genug stark war da wir den Ablger am Ende Juni gemacht haben. Wir haben uns nicht so viele Sorgen gemacht auch wenn wir nicht nur viele tote Hummel in der nähe aber auch eine Wespe gesehen haben, die versuchte reinzufliegen. Die Bienen haben sich auf jeden Fall gut verteidigt.

    Wir haben die Kiste abgeholt und sind nach Hause gefahren. Als wir die Kiste auf ihren neuen Platz (neben dem anderen Ableger) gestellt haben, hat K zufällig in die Varroaschublade reingeguckt und man konnte einige lange Beine erkennen. Die waren auf jeden Fall keine Bienenbeine, wie gesagt sie waren zu lang. Ich kenne mich nicht so gut mit anderen Insekten aus, ich kann nicht sagen, ob die Beine zu Hummel oder Wespen gehören.

    Ich frage mich nur, ob der schwache Ableger von dem anderen Ableger attackiert werden könnte. Was können wir am besten machen, um diesen Ableger zu retten?

    Sollten wir vielleicht reingucken, um sicher zu sein, dass die Königin immer noch da ist? Als wir gestern reingeguckt haben, war das Nest nicht so breit…

    LG,
    Michele

    [Antwort]

    brigitta Antwort vom 25. Juli 2013 20:58:

    Hallo Michele,
    ich würde bei beiden Ablegern die Fluglöcher verengen. Die können sich auch gegenseitig beräubern. Meistens natürlich der Starke den Schwachen, habe ich aber auch schon anderes herum gesehen. Und ich würde mal die Varroa kontrollieren (Varroaschublade). Stark befallene Völker wehren sich nicht mehr so richtig und werden dann leichter ausgeraubt. Reingucken und nach der Königin gucken würde ich erst in ca. 1 Woche. Lass die erst mal zur Ruhe kommen. Viele Grüße, brigitta

    [Antwort]

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